Einmal Ghana mit allem, bitte!

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Ein herzliches Grüß Gott mal wieder nach Deutschland! Wie der eifrige Blogleser sicherlich festgestellt hat, hab ich ja länger nix mehr von mir hören lassen. Dieser bedauernswerte Umstand lässt sich jedoch dadurch erklären, dass Schulferien waren und ich so in allerlei abstrusen Ecken Ghanas mein Unwesen treiben konnte. Dazu vorab ein kurzer Überblick:

Reiseroute: Bole, Wechiau, Wa, Tumu, Gwollu, Gbele, Wenchi, Sunyani, Kumasi, Akim Oda, Winneba, Apam, Mankessim

Nördlichster Punkt: Gwollu, kurz vor der Grenze zu Burkina Faso

Südlichster Punkt: Mankessim, ein Stück östlich von Cape Coast

Transportmittel: Trotro, Taxi, Bus, Lkw, Kleintransporter, Jeep, Motorrad, Fahrrad, Kanu

Sprachen: Twi, Dagaare, Fante, Englisch, Deutsch, Finnisch

Tiere: Ziegen, Schafe, Kühe, Schweine, Esel, Hunde, Katzen, Federvieh, Nilpferde, Krokodile, Affen, Steppenwild, Buschratten, Eidechsen und allerlei Insekten

Fazit: Super Einblick in Land, Leute und Kultur Ghanas

 

Keine Angst, für den erlauchten Kreis derer, die es noch genauer interessiert, werde ich das Ganze natürlich auch wieder in gewohnt ausschweifendem Umfang darlegen:

Los gings am Donnerstag vor zwei Wochen, wo ich mit Peter die meiste Zeit im Fahrtwind diverser Ladeflächen Richtung Norden gestartet bin. Auf halber Strecke in Wenchi hats dann allerdings richtig heftig zu schütten angefangen, dass fast kein Verkehr mehr möglich war, und so sind wir den Tag nur noch bis Bole gekommen, ein kleiner Ort mit einer sehenswerten alten Moschee. Mein Plan war eigentlich, die Woche irgendwie Mole, Wa, Bolgatanga und Tamale zu machen, aber ich hab recht schnell gemerkt, dass der beste Reiseplan hier in Ghana ist, keinen Plan zu haben. In der Früh bzw. Sehr-Früh, um halb vier „morgens“, wollten wir nämlich den einzigen Bus von Bole nach Mole nehmen, aber dann war leider aufgrund des Regens die Straße unpassierbar und die Fahrt abgesagt worden.

So sind wir stattdessen, begleitet vom Sonnenaufgang, nach Wa gefahren und von dort ins sogenannte Wechiau Community Hippo Sanctuary. Feine Sache, das ist ein Projekt von der Dorfgemeinde mit verschiedenen Aktivitäten rund um die Nilpferde im Schwarzen Volta und die Einnahmen werden zugunsten der Ortsentwicklung verwendet, hat auch schon mehrere Tourismuspreise bekommen. Zunächst mal konnte man für die letzten 19 km hin zum Camp Fahrräder mieten, was zwar alles andere als schweißfrei war (der Gerät lässt grüßen), aber so durch die Savanne zu radeln, war schon ein tolles Gefühl – und tat gut, wenigstens mal wieder selbst einen Lenker in der Hand zu haben, das Autofahren in Deutschland vermiss ich schon ein bisschen. Dann ist allerdings mein Reifen geplatzt und wir mussten warten, bis der Guide (auf seinem Motorrad 🙂 ) ein Ersatzfahrrad gebracht hat – was nicht weiter nennenswert gewesen wäre, wenn einem nicht tausende kleine Fliegen in Mund, Ohren, Nase und sonstwo hingeflogen wären. So haben wir kurzerhand mein Moskitonetz am nächsten Baum aufgehängt, mussten dann aber feststellen, dass die Maschen nicht eng genug für die Fliegen waren. Dumm gelaufen 😀

Der Abend im Camp war dafür sehr erholsam, zunächst noch zu den Fischern am Fluss geradelt und dann geduscht, das heißt, Wasser vom Brunnen geholt und rein in die Duschkabine: drei schulterhohe Lehmwände mit Blick in die Savanne, richtig geil. Am nächsten Morgen hieß es Kanusafari: Wir haben zwar leider nur ein Nilpferd als kurz auftauchenden schwarzen Punkt gesehen, waren dafür aber zwei Minuten lang in Burkina Faso, da wir kurz am anderen Ufer ausgestiegen sind und der Volta dort die Grenze bildet.

Anschließend ging es wieder zurück nach Wa, wo wir noch andere Volunteers zum Teil aus Kumasi getroffen haben. Sind einfach überall, diese Obrunis 😉 Danach musste Peter wieder zurück nach Kumasi und ich hab mich entschieden, nicht wie der letzte Pauschaltourist weiterzuhetzen, sondern lieber einen kleinen Intensivkurs Upper West einzulegen, nachdem mein Reiseführer (der übrigens wirklich super ist) die Region sehr vielversprechend beschrieben hatte:

„The most remote and little-visited of Ghana’s administrative regions, the Upper West boasts little in the way of formal tourist development, though in the right frame of mind this absence is amply compensated for by a timeless frontier atmosphere and deep sense of removal from the rest of modern Ghana.”

In der Tat, es war eine absolut spannende Zeit dort, geprägt von Natur, Kultur und Tradition. Trotrofahrten durch scheinbar endlose Savannenlandschaften. Vereinzelt kleine Dörfer, in denen die Frauen noch Wasser vom Brunnen holen, die Männer ursprüngliches Handwerk betreiben und Jung und Alt unterm Mangobaum zusammensitzt. Einige Lehmhütten, die sich bescheiden um die Moschee gruppieren. Kaum Verkehr, ein paar Motorräder und Eselfuhrwerke. Sengende Hitze, wenn man sich nicht gerade im staubigen Fahrtwind fröhlich zusammengequetscht auf irgendwelchen Pickup-Ladeflächen befindet. Langbärtige Muslime in traditionellen Gewändern, die einem freundlich zunicken. Ein krähender Hahn zum Gesang des Muhidzins, ein paar spielende Kinder. Alles in allem ein beschaulicher und sanfter Gang der Dinge – ein Stückchen näher an Deutschland, und doch weit, weit weg.

Ich hab mir zunächst mal Wa angeschaut, die Hauptstadt Upper Wests, in der es vor allem bedeutende alte Lehmgebäude und Moscheen zu sehen gab. War auch mal interessant, weil die Stadt so insgesamt schon einen richtig arabischen Eindruck gemacht hat. Und ich muss sagen, ich empfinde den Islam hier richtig angenehm, die Muslime sind freundlich, bescheiden, nehmen ihren Glauben ernst, aber tragen ihn nicht so aggressiv nach außen wie mancherorts in arabischen Ländern. Dagegen macht das Christentum im Süden zum Teil einen ziemlich künstlichen und kitschigen Eindruck auf mich, mit großen Jesus-liebt-mich-Sprüchen überall, glitzernden Plastik-Rosenkränzen, lauter Musik und wildem Getanze.

Von Wa aus gings weiter in den Norden Richtung Tumu, nachdem ich zuvor noch einen neuen persönlichen Highscore aufgestellt hatte: Vierzehn Mangos für 20 Pesewas, also nicht mal 10 Cent. Von dort wars noch ein kurzer Weg nach Gwollu, wo es vor allem die Reste einer alten Mauer zu bestaunen gab, die die Dorfbewohner vor ein bis zwei Jahrhunderten als Schutz gegen die Versklavung erbaut hatten. Dazu musste man aber erstmal den Chief um Erlaubnis fragen und eine kleine Spende machen (ich hatte zum Glück noch eine Packung Kekse dabei). Das war einerseits sehr bewegend, weil der Chief fast ein bisschen zeitzeugenmäßig über die Zeit der Sklaverei erzählt hat, aber andererseits dachte ich mir, besser wäre es, das Dorf würde von der Touristenattraktion profitieren und nicht nur der, der eh schon der Wohlhabendste im Ort ist. Darüber hinaus hatte Gwollu auch noch den angeblich größten Affenbrotbaum in Upper West (ich hab bisher auch noch keinen größeren gesehen) sowie einen Teich mit freilebenden Krokodilen zu bieten, welche vielerorts im Norden Ghanas als heilige Tiere angesehen werden.

Im Gegensatz zur ersten Reise hatte ich diesmal ein Zelt dabei, womit ich die Nacht kostenlos in einer sehr schönen Gästehausanlage in Tumu schlafen durfte, also die Leute dort waren zum Teil echt unglaublich freundlich und hilfsbereit. Die letzte Station im Norden war dann noch ein kleiner Naturschutzpark (Gbele Resource Reserve) auf dem Weg zurück nach Wa, wo ich einen ziemlich gechillten Tag verbracht habe. Das war schon witzig irgendwie, ich kam so gegen Mittag dort an, da saßen in dem Camp fünf oder sechs Männer rum, Guides und was noch alles, haben bisschen Radio gehört, sich was zu essen gemacht oder geschlafen, und zwei davon haben dann am Nachmittag eine Tour durch den Park mit mir gemacht. Schon ein ganz guter Job eigentlich, alle paar Tage mal einen Besucher rumführen und sonst dem Anschein nach nicht so sonderlich viel. Wir haben ein paar Paviane und Buschwild gesehen, allerdings nur von weitem, die Tiere dort waren naturgemäß wahnsinnig scheu. Ist zwar einerseits ein bisschen schade, dass ich hier bis auf die Krokodile noch nichts so wirklich gut gesehen habe, aber andererseits auch ein cooler Gedanke, dass das eben kein Zoo ist, wo man die Tiere aus zwei Metern durch Gitterstäbe betrachten kann, sondern die freie Wildbahn mitten in Afrika.

Der Weg zurück Richtung Kumasi hat deutlich mehr Zeit gekostet, als ich gedacht hatte, sodass ich letztendlich vorzeitig in Wenchi aus dem Trotro raus bin, um wenigstens noch das Ende von Real gegen Bayern zu sehen. Und es hat sich gelohnt: Ich kam etwa zur 60. Minute in so eine Art Hotelwohnzimmer, wo sieben ältere Männer das Spiel angeschaut haben. Statt dem Kommentar lief irgendein Kulturradiosender aus der Elfenbeinküste oder Burkina Faso, das heißt, zum Elfmeterschießen kamen sanfte afrikanisch-französische Chansons, was irgendwie eine ganz skurrile Stimmung erzeugt hat. Also ich werd das Spiel auf jeden Fall in Erinnerung behalten. Und ich freu mich natürlich schon aufs Finale, das ich dann wieder auf Großbildleinwand in Tanoso anschauen werde (mit passendem Kommentar und Halbzeitanalyse durch Sammy Kuffour und Bradley Carnell). Übrigens, Huber, Vale, Felix und Co., zu eurer Freude kann ich sagen, dass ich mich hier eh meistens als Bayernfan ausgebe, das ist in der Regel etwas unkomplizierter, als das mit FCA zu erklären.

Am Donnerstag auf dem Heimweg war ich dann auch noch in Sunyani, was mir gezeigt hat, dass Markt und Zentrum einer größeren Stadt nicht immer so hektisch und überfüllt sein müssen wie in Kumasi. Tatsächlich war ich jetzt ja schon an einigen Orten Ghanas, und bis jetzt war nirgendwo so ein Getümmel und Drunter und Drüber wie hier in Kumasi, also das ist denke ich schon einzigartig. Trotzdem ist die Straße von Denkyemuoso ins Zentrum interessanterweise mit die schlechteste, die ich hier bisher erlebt habe.

Nach einem Tag Pause zuhause ging es am Samstagmorgen schon wieder weiter in die Nähe von Akim Oda, wo die Beerdigung des Vaters von Milli, unserer Sekretärin, stattfand, für die ich mit noch drei anderen Lehrern die Delegation unserer Schule bildete. Dazu kann man sagen, dass eine Beerdigung hier in manchen Aspekten einer Beerdigung bei uns sehr nahe kommt und in anderen gar nicht. Die Gäste tragen alle schwarz, nahe Familienangehörige auch rot, darauf wird genauso viel Wert gelegt wie bei uns. Viel dreht sich ums Geld, ein prunkvoller Sarg muss gekauft und die Spesen bezahlt werden. Was ich allerdings schrecklich fand, es wurde laut übers Mikrofon verkündet, wie viel genau jeder Gast gespendet hatte, wofür dann von den Angehörigen im Gegenzug auch noch Spendenquittungen ausgestellt wurden. Auf dem Dorfplatz kamen alle zusammen, es wurde lautstark Musik gespielt, fröhlich getanzt und ausgelassen gefeiert. Naja, daran will ich nichts kritisieren, das ist eben eine andere Kultur und Tradition, wo mit manchen Dingen anders umgegangen wird, aber ich für meinen Teil kann mich dann doch eher mit etwas mehr Ernsthaftigkeit wie in Deutschland identifizieren. Allerdings wurde ich unter lautstarkem Jubel mit in den Trubel hineinbeordert, was dann ganz witzig war, weil die meisten Ghanaer dort genauso scheiße getanzt haben wie ich. Zum Teil sind sogar alte Omas auf der Tanzfläche richtig abgegangen, ziemlich verrückt. Zwei ältere Männer, die dem Anschein nach nicht zur Beerdigungsgesellschaft gehört haben, sind auch noch ziemlich wirr mit rumgelaufen und haben irgendwelche Selbstgespräche geführt, also das war alles in allem eine recht kuriose Veranstaltung. Verwunderlich fand ich auch, dass der Todestag bereits im Februar dieses Jahres war, und ich frag mich, wo der Leichnam solange aufbewahrt wurde. Aber vielleicht finden Beerdigungen hier ja eher als eine Art Abschluss der Trauerzeit statt (kurz: Beerdigung = Beendigung), ein paar Monate nach dem Tod, was die fröhliche Feier erklären würde. Hätte ich mal frage müssen.

Am nächsten Tag wollte ich eigentlich weiterreisen, aber weil Sonntag war, lag der Verkehr im Ort mehr oder weniger still. So war ich den ganzen Tag in dem Dorf, hab bei einer Freundin von Milli gewohnt und richtig mit den Einheimischen zusammen gelebt, Fufu gegessen, Wasser geholt und Verwandte im Dorf besucht, auch mal eine ganz interessante Erfahrung. Die Leute dort waren alle wahnsinnig gastfreundlich und haben sich ständig um mich gekümmert, was aber am Ende fast ein bisschen zu viel war, weil ich ziemlich fertig war und mich gerne einfach nur ein wenig ausgeruht hätte.

Am Montagmorgen bin ich dafür unverzüglich losgestartet Richtung Küste und hab mir erstmal Winneba angeschaut. War ja mein erster Besuch am Meer und richtig gut, ich hab mich echt wie im Urlaub in Italien oder Frankreich gefühlt: Ein kleiner pittoresker Bootshafen mit lebhaftem Fischmarkt, enge, verwundene Gassen, Salzwassergeruch in der Luft und eine laue Seebrise.

Am Nachmittag bin ich weiter in den nächsten Ort Apam, wofür ich mich mal wieder bei meinem Reisehandbuch bedanken muss: Meda ase! Man konnte dort nämlich für umgerechnet 3€ in einem alten Fort schlafen, das 1697 von den Holländern als Militärstützpunkt errichtet worden war (Fort Leydsaamsheid/Fort Patience). Auf einem kleinen Hügel über der Stadt gelegen boten der Wehrgang und mein Zimmer im obersten Stockwerk eine überragende Aussicht auf Ort und Hafen zur einen Seite bzw. offenes Meer zur anderen, was vor allem später während des Sonnenuntergangs die Möglichkeit für super Impressionen und Fotos lieferte. Auf dem Abendspaziergang wurde ich zuvor auch noch auf eine Runde Strandfußball zwischen Seilen und Fischerboten eingeladen, was den Besuch in Apam wirklich perfekt machte – wieder mal ein absoluter Höhepunkt der Zeit hier in Ghana. Cool war auch noch, im Dunkeln mit einer Öllampe bewaffnet vom Burgbrunnen Wasser zu holen und sich damit in einer neu eingebauten Badewanne abzuduschen. Nicht so cool war dagegen, am nächsten Morgen am Badestrand festzustellen, dass selbiger von den Einheimischen als öffentliche Toilette benutzt wird, mit fein säuberlich verteilten Häufchen rundherum.

Über Mankessim ging es schlussendlich zurück nach Kumasi, nachdem es dort noch einen sehr berühmten Schrein (posuban shrine, was auch immer das genau bedeuten mag) zu sehen gab. Konkret handelte es sich dabei um eine Art kleinen Turm mit allerlei lebensgroßen Mensch-, Tier- und Fantasiefiguren in bunten Farben, welche traditionelle Erzählungen und Sagen widergeben sollten – nur zu finden in der Fante-Kultur der Central Region und für Historiker teilweise ein Mysterium, da einige solcher Schreine anscheinend sonderbarste Dinge darstellen. Leider konnte ich die Szenerie nicht so ausführlich betrachten, da recht bald ein sogenannter Caretaker auf mich zukam, der mir eine Führung für absurde 20C und einen kurzen Wikipedia-Infoausdruck für 5C anbot (zum Vergleich: Eintritt, Übernachtung und Guides in Gbele kosteten zusammen 15C) – so wird’s leider nix mit blühendem Tourismus, liebe Ghanaer …

Gäbe noch tausende andere Kleinigkeiten zu erzählen, die das Leben hier so besonders und erlebnisreich machen, wie zum Beispiel, dass der Trotrofahrer auf dem Weg nach Kumasi plötzlich anhält und einem Jungen eine frisch erlegte Buschratte abkauft, die dann während der Fahrt neben dem Bremspedal deponiert wird, oder dass ein Ghanaer in Bole einen plötzlich in fast perfektem Deutsch anspricht und zu einem Bierchen einlädt. Aber ich denke, es ist an der Zeit, einen Punkt zu setzen: . Ich war unterwegs als Tourist, Abenteurer, Gast, Freund und Fremder, im hohen Norden und tiefen Süden, in allerlei Kulturen und Landschaftsräumen, unter exotischen Pflanzen und wilden Tieren, habe in einer Burg geschlafen und per Kanu Burkina Faso besucht, Durchfall erfolgreich mit Fufu bekämpft und unterm Strich an sieben von zehn Tagen kein fließendes Wasser gehabt, das muss reichen, um zufrieden etwas ruhigeren Zeiten in Denkyemuoso entgegenzustreben.

Nur eine Sache noch zu guter Letzt: Ich hab mir ja vor etwa zwei Wochen die Haare ratzekurz schneiden lassen, weiß nicht, ob sich das schon rumgesprochen hat. Ums kurz zu machen: Ich bin doch eher froh, dass Haare nachwachsen, aber die Leute hier freuen sich glaub ich echt, dass ich mir ne afrikanische Frisur hab machen lassen, und das ist ja die Hauptsache.

Ich hätte so viele interessante Fotos, ob nun ein Ausblick vom Moscheeturm in Wa, Fort Patience im Sonnenuntergang, ein frisch abgetrennter Stierkopf aufm Fleischmarkt oder meine neue Frisur, wobei die beiden letzteren wirklich eklig sind ;), aber ich hab leider grad ständig Viren vom Internetcafé auf meinem Stick und irgendwie funktioniert grad alles nicht so toll. Ich hoff, ich kriegs irgendwann mal hin, aber momentan bin ich froh, dass wenigstens das mit dem Bericht hier klappt, und mit unbekannten Fotos im Gepäck freut ihr euch vielleicht wenigstens ein bisschen auf meine Rückkehr 🙂 Nur noch vier Monate, ich hab schon Angst, ich schaff gar nicht mehr alles, was ich mir hier vorgenommen hab.

Also bis bald,

in treuster Verbundenheit und mit Tränen im Herzen, die eure Ferne beweinen, voll zärtlicher Gedanken an die liebliche Heimat und erfüllt von einer tiefen Sehnsucht, die von keiner ach so großen Freude hier ausgelöscht werden kann … Laaangweilig!

Liebe Grüße an alle zukünftigen Championsleague-Sieger und Europameister,

Matze

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Eine Antwort »

  1. Lieber Matti, wieder ein hoch interessanter und sehr beeindruckender Bericht des Reiseschriftstellers, Geographen, Biologen, Soziologen, Psychologen, Philosophen und Lyrikers Matthias O…Weiter so! Die gesammelten Reiseerzählungen über Land und Leute wachsen zu einem umfassenden Länderporträt über Ghana.
    Herzliche Grüße, auch mit Tränen im Herzen und Tropfen am Fenster von AO

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